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Die Kunst der Selbstliebe – Warum ich mich selbst geheiratet habe!

Selbstliebe praktizieren durch eine Selbst-Hochzeit

Fragst du dich, was „sich selbst heiraten“ bezwecken soll? Und warum du dich überhaupt mit Selbstliebe beschäftigen solltest? Sollte es nicht eigentlich normal sein, dass wir uns sowieso von Beginn an richtig liebhaben?

Fragen wie diese kenne ich nur zu gut von mir selbst. Doch Selbstliebe ist eine Thematik, die jeden von uns etwas angeht. Ich traue mich zu wetten, dass wenn du zu 100 % zu dir selbst stehst und dich selbst liebst, dann würdest du etliche Umstände, die du heute als Norm akzeptiert hast, für völlig inakzeptabel halten. Die Qualität deiner Beziehung zu dir selbst ist der Schlüssel zu allem und alles, was du erlebst. All das ist ein Spiegel dieser Qualität. Ob es die Beziehung zu anderen Menschen ist, wieviel Wert (z.B. Entlohnung für eine Arbeit) du dir gibst, wie du von deinem Vorgesetzten behandelt wirst, usw. Um wieder zurück um auf das Thema, meine Hochzeit und meinen Weg der Selbstliebe, zu kommen, möchte ich zuerst erzählen, was mir und vermutlich auch dir, in der Kindheit widerfahren ist.

Mein Ehegelübte
Mein Ehegelübte

Was mit den meisten von uns im Laufe unserer Kindheit passiert ist

Optimalerweise würde ein Kind in die Hände weiser Eltern geboren werden. Eltern, die in einem entspannten, bewussten und reifen Ich weilen. Diese wüssten auch über den Individualisationsprozess eines menschlichen Wesens bestens Bescheid. Dadurch würden sie dieses kleine sensible Wesen, welches sie in die Welt gebracht haben, als ein Subjekt[1]. Ein eigenständiges Individuum, welches sich ohne Einfluss aus sich selbst entwickelt. Jedoch ist die Wahrscheinlichkeit relativ groß, dass das bei dir und vielen anderen Menschen nicht so gelaufen ist. Die meisten von uns wurden als Kinder objektifiziert. Objektifizierung bedeutet, dass ich ein Wesen nicht mehr aus seiner inneren Wahrheit sehe und ich nicht primär daran interessiert bin, dass es sich aus sich selbst heraus entfaltet. Ich betrachte es stattdessen als Objekt innerhalb meines Lebens.

Objektifizierung und Potentialentfaltung

Mit dieser Objektifizierung sind drei maßgebliche Manipulationsmittel verbunden, welche signifikanten Einfluss darauf haben, wie sehr wir uns selbst in unserem Leben lieben können, oder eben nicht. Diese drei Hebel sind Mangel, Schuld und Scham. Wenn die Eltern selbst nicht aus der eigenen Fülle und Vollkommenheit handeln und agieren, dann können sie gar nicht anders als deren eigenen Mängel auf das Kind zu projizieren. Sie können das Kind gar nicht auf eine andere Art behandeln, die in dem Kind unweigerlich das Gefühl entstehen lässt, etwas würde in ihm fehlen oder nicht stimmen. Wir waren als Kinder so durstig nach und abhängig von der Anerkennung unserer Eltern, dass wir so leicht und selbstverständlich diese Eindrücke in uns aufgenommen haben. So wurde dies von Generation zu Generation weitergegeben. Deshalb können wir unseren Eltern auch keine Schuld dafür geben, denn sie haben diesen „Virus“ genauso von ihren Eltern mitbekommen, wie wir.


Gerald Hüther und Veit Lindau im Inverview über die Potentialentfaltung des Menschen

Was sind Schuld, Scham und Mangel?

Kannst du dich erinnern, wann du dich das letzte Mal schuldig gefühlt hast? Erinnerst du dich an dieses erdrückende Gefühl? Nicht nur, dass Schuld ein sehr lähmendes und niedriges Gefühl ist, Schuld führt außerdem dazu, dass wir ein Konzept von Fehlern entwickeln, welches destruktiv ist: „Wenn ich Fehler mache ist das schlecht – somit mach ich am besten keine Fehler.“ Dies bringt uns dazu, uns selbst innere Barrieren aufzuerlegen, über welche wir uns dann nicht mehr überwinden und experimentieren trauen. Scham bedeutet sich nicht Vollkommen zu fühlen. Ein Gefühl, dass der Schuld sehr ähnlich ist, jedoch einen feinen Unterschied in sich trägt. Wo Schuld „etwas falsch machen“ bedeutet, ist Scham „nicht richtig/vollkommen zu sein.“ Mangel gibt uns das Gefühl, ohne andere Menschen, deren Anerkennung, Liebe, usw. eine innere Leere zu haben. Diese Gefühle sind unheimlich gute Mittel, ein Objekt zu manipulieren. Lass mich das veranschaulichen. Wenn ich dir gegenübersitze und ich das Gefühl habe, dass mir etwas fehlt, und du suggerierst mir genau das zu haben wonach ich suche – Liebe, Anerkennung, Reichtum, was auch immer – dann werde ich automatisch an dieser Stelle abhängig von dir. Wenn ich jedoch vor dir sitze und mich selbst voll und reich fühle, dann bin ich unabhängig.

Vollwertiges Mitglied unserer leistungsorientierten Gesellschaft

Nach unseren ersten Lebensjahren, in denen wir bereits diese Werte in uns aufgenommen haben, kommen wir nun zur Schule. In konventionellen Ausbildungsinstitutionen werden genau diese Hebel weiter angewandt. Ohne dieser Mittel würde kein Kind der Welt stundenlang ruhig sitzen, anstatt spielerisch die Welt zu entdecken. Nach weiteren Jahren der Verinnerlichung, hat unser Ego diese Überzeugungen so stark übernommen, dass es gar niemand mehr im Außen nötig ist, der uns das sagt. Wir selbst denken von uns, dass uns etwas fehlt, dass wir schuldig sind und, dass wir nicht vollkommen sind. An diesem Punkt werden wir vollwertige Mitglieder unserer leistungsorientierten Gesellschaft. Denn wenn wir keine Angst vor Fehlern und ein Gefühl für unsere natürliche Vollkommenheit hätten und wüssten, dass wir vollständig sind und keinen Mangel in uns erleiden, dann würden wir ganz, ganz viel Dinge, die wir in unseren Leben als selbstverständlich nehmen, als inakzeptabel sehen. Gleichgültig ob es nun schlechte Arbeitsbedingungen, unfreundliche Mitmenschen, Sexismus, oder andere Umstände sind… Das funktioniert nur mit Menschen, die diese drei Stimmen in sich haben. Wäre es nicht so, würden wir uns nur noch mit den Menschen und Umständen umgeben, die uns erfüllen und alles andere als inakzeptabel und unter unserem Wert sehen.

Altar der Selbstliebe
Altar der Selbstliebe

Kein oberflächliches „Selbstliebe-Lifting“, sondern echte Tiefenarbeit

Diese tiefsitzenden Glaubensmuster mit halbherzigen Versuchen verändern zu wollen, ist zu wenig. Was wir brauchen, ist eine radikale Evolution der Selbstliebe. Um den Weg der Selbstliebe zu meistern, müssen wir uns unweigerlich mit den begrenzenden Glaubenssätzen auseinandersetzen, die wir in unserer Kindheit übernommen haben. Es ist unangenehm und auch frustrierend, sich damit zu beschäftigen und sich zu zugestehen, dass man vieles nicht aus freien Entscheidungen macht. Sondern, dass die Motivation von destruktiven Glaubensätzen kommt, welche man über sich selbst glaubt. Doch um wieder in unsere Kraft zu kommen, um unser volles Potential zu leben, brauchen wir diese Veränderung. Denn so können wir unsere wahren Träume und Wünsche verwirklichen und erfüllende Beziehungen erleben, denn die Liebe zu uns selbst bestimmt maßgeblich die Qualität unseres Lebens. Noch nie zuvor war unsere Welt an einem dringlicheren Punkt, diese Veränderung zu vollziehen. In erster Linie behandeln wir uns selbst, nicht mit dem Respekt und dem Wert, den wir eigentlich haben, und in weiterer Folge leiden alle Beziehungen, zu unserem Umfeld, darunter.

Der erste Schritt, ein JA! zu uns selbst

Viele Menschen geben das heilige Versprechen, mit einem anderen Menschen durch Licht und Dunkelheit zu gehen. Dieses Versprechen stellt keine Forderung dem anderen gegenüber dar, sondern soll das Gelöbnis, ihm oder ihr in seiner/ihrer vollen Entfaltung zu dienen, symbolisieren. Doch was ist mit uns selbst? Sind wir es uns selbst nicht wert, uns dieses Versprechen zu geben? Uns selbst zu geloben, uns durch Licht und Dunkelheit, Gesundheit und Krankheit, Reichtum und Armut, zu begleiten, ist kein selbstsüchtiger Akt, sondern ein Geschenk an dich selbst und jeden Menschen in deinem Umfeld. Denn mit diesem Versprechen an dich selbst, entlässt du andere aus der Verantwortung, dich glücklich machen zu sollen. Es bedeutet Verantwortung für dich selbst zu übernehmen. Dich selbst zu lieben verwandelt dich in das wundervolle, inspirierende und liebevolle Wesen, welches du eigentlich schon immer gewesen bist. Denn all das was wir im Außen finden zu glauben, haben wir bereits in uns Selbst. Wir müssen es nur wiederentdecken! Es ist ein holpriger Weg zu dem Punkt, der bedingungslosen Selbstliebe, doch auch die einzige Möglichkeit in die Kraft unseres vollen Potentials zu treten. Ich möchte dich dazu inspirieren, das erste Zeichen, für eine radikale Verbesserung der Qualität der Beziehung zu dir selbst, zu setzen!

Mein Altar der Selbstliebe im Lainzertiergarten
Mein Hochzeitsaltar im Lainzertiergarten

Was mir hilft

Für mich kam die Motivation besonders aus meinen letzten romantischen Beziehungen – an dieser Stelle, ein herzliches Dankeschön– und auch aus der Arbeit von Andrea und Veit Lindau. Ich bin ein sehr großer Fan und empfehle euch wärmstens ihre Arbeit zu verfolgen. Bücher zu lesen und Kurse zu belegen. Ich arbeite momentan das Buch „Heirate dich Selbst“ von ihnen durch, wodurch ich auch auf die Idee meiner eigenen Hochzeit kam. Außerdem habe ich einen Kurs über Selbstliebe auf „HumanTrust“ belegt. Beides sind Werkzeuge, die mir wichtige und praktische Tools gegeben haben, eine fundamentale Veränderung in meinem Leben zu etablieren.

Der „HumanTrust“

Ich möchte euch mit meinem Blog zu Veränderung, zu einem besseren Leben, anregen. Oft sind dazu Tools förderlich, die ich euch nicht bieten kann. Dafür gebe ich euch Empfehlungen und Tipps, die mir selbst sehr geholfen haben und von denen ich aus tiefsten Herzen überzeugt bin. Aus diesem Grund möchte ich euch den „HumanTrust“ (Affiliate Link) vorstellen. Er ist Europas größter Life Coaching Campus. Hier findest du eine große Auswahl vielfältigster Inspirationen und Kurse zu allen wesentlichen Bereichen des Lebens: Berufung, Erfolg, Liebe, Fitness, Ernährung, Meditation, usw… Mit Referenten wie Andrea und Veit Lindau, Ruediger Dahlke, Eva Maria Zurhorst, Ursula Karven, u.v.a. live in Videos und Events. Das ist der erste Affiliate Link den ich verwende und mir ist es ein großes Anliegen euch zu vermitteln, dass ich das aus Überzeugung zu dem Produkt mache und nicht an schnellem Geld interessiert bin.

Mein Ritual

[1] Vereinfachte Bedeutung: „Einen Menschen als vollständiges Individuum zu erkennen, der in sich alles trägt was er oder sie für seine/ihre Entwicklung braucht.“