Gesundheit, Umwelt

Gegen Veganismus und jeden anderen Ismus

Gemeinsam statt Konkurrenz

Ich sehe den unschätzbaren Wert von Menschen, die sich mit ihrer Stimme für Gleichberechtigung erheben. Es ist absolut notwendig, dass wir uns alle für mehr Gerechtigkeit einsetzen, damit jede Form von Unterdrückung aufgehoben werden kann. Missbrauch, Beleidigung und Unterdrückung sind in keiner Situation, egal welchem Menschen oder Spezies gegenüber, zu dulden und zu rechtfertigen. Die verschiedenen sozialen Bewegungen, wie der Veganismus, Feminismus, etc. sind bedeutsame Katalysatoren für diese Entwicklung, jedoch brauchen wir mehr als starre Ideologien. So will ich auch hier in meinem Artikel lediglich meine Meinung transportieren und keine weitere Ideologie weitergeben.

Starre Ideologien

Hinter jedem „Ismus“ steckt eine Ideologie, die uns vorschreiben will, wie wir Dinge zu sehen haben. In meinen Augen lassen Ideologien uns durch von anderen vorgefertigte Boxen und Schubladen denken. Sie suggerieren uns das Gefühl, zu wissen wie die Welt funktioniert und was nun „richtig“ oder „falsch“ ist. Doch es gibt nicht nur Schwarz und Weiß. Wir leben in einer Welt mit etlichen Schattierungen! Althergebrachte Ideologien sind oft zu starr im Bewerten der Realität und bringen somit keine befriedigenden Lösungen. Außerdem werden Menschen die einer anderen Ideologie folgen ausgegrenzt. Da sind auch die Bewegungen des Veganismus und des Feminismus nicht ausgenommen, so wertvoll sie auch sind.

Hund und Mensch

Trennung statt Gemeinsamkeit

Neben ihren Überzeugungen und Zielen mehr Gerechtigkeit zu erreichen, trennen „Ismen“ und Ideologien die Menschen, in wir und die anderen. Wir Menschen haben uns selbst und anderen Lebewesen schreckliche Dinge angetan, und tun es immer noch. Menschen beuten Tiere aus, Männer unterdrück(t)en Frauen. Doch so machen wir es uns zu einfach, wenn wir für den gegenwärtigen Zustand der menschlichen Art und unserer Welt anderen die Schuld geben, die nicht unserer eigenen Ideologie folgen. Wir werden, meiner Meinung nach, nie weiterkommen, wenn wir weiter durch Sprache, Vorwurfshaltungen und Schuldzuweisungen Fronten aufbauen und uns selbst aus der Verantwortung ziehen. Ich denke, die Welt in der wir uns befinden ist eine „Ko-Kreation“ von uns allen, auch wenn sie bisher nur auf einer sehr unbewussten Ebene stattgefunden hat.

Wir sitzen im selben Boot

Wir sind auf unserem Planeten und unserer Gesellschaft an einen Punkt angelangt, an dem wir endlich erkennen müssen – ob wir wollen oder nicht – dass wir alle im selben kleinen blaugrünen Boot, namens Erde, sitzen. Ich kann mir vorstellen, dass wir in einer Welt, in der wir gemeinsam arbeiten, weit mehr bewirken können. Eine Welt, die von Konkurrenz und vorgefertigte Denkmuster regiert wird bremst uns als Menschheit, wach und agil, auf die bevorstehenden Herausforderungen zu reagieren. Wir werden es nur weiter schaffen, wenn wir bereit sind den anderen zu vergeben. Solange wir ihnen grollen und sie verachten wird der Kampf der Menschheit weitergeführt. Erst wenn wir den Frieden finden, können wir der Welt den Frieden bringen, den wir uns so sehr wünschen. Bewusste Ko-Kreation einer neuen Welt liegt in der Gemeinsamkeit, dort wo wir den Weg gemeinsam gehen und unsere persönliche Verantwortung anerkennen. Wir brauchen Freiräume in denen wir denken und handeln, anstatt von vorgefertigten Denkmustern geführt zu werden. Unsere Welt ist so komplex und zu schnell geworden, dass starre Überzeugungen keine befriedigenden Antworten und Lösungen mehr liefern. Es ist an der Zeit, dass jeder Mensch seine Fähigkeit als geistig agiler, selbstbestimmter Mitschöpfer erkennt und lebt, ohne sich dabei auf einen „Ismus“ zu reduzieren.