Ethik, Garten, Umwelt, Umweltschutz

Ist die Imkerei artgerechte Honigbienen-Haltung?

Honigbienen auf einem Rähmchen

Die Geschichte der Menschen und der Honigbienen

Die Bienen und der Mensch

Bienen gibt es schon seit mindestens 45 Millionen Jahren (Der erste Fund ist 45 Millionen Jahre alt)[1], doch die ersten Interaktionen zwischen den Bienen und den Menschen fanden vermutlich erst vor 12.000 Jahren statt. Zu Beginn unserer Beziehung zu diesen Insekten, taten wir es den Bären gleich und räuberten als Honigjäger den Honigvorrat der sich durch Stiche verteidigenden Bienenvölker.

Die gezielte Haltung der Honigbienen begann erst vor etwa 7.000 Jahren und die erste Blütezeit erlebte die Imkerei bereits im alten Ägypten (ca. 3.000 v. Chr.), wo Honig als Speise der Götter galt. Sowohl im alten Ägypten als auch in den nachfolgenden Hochkulturen der Griechen und Römer wurden Bienen verehrt. In den Hochkulturen der Antike wurden Honigbienen in zylindrischen Lehmröhren gehalten.[2]

Auch im Mittelalter stand die Imkerei in einer Blüte, denn die Bienenprodukte hatten einen hohen Stellenwert im alltäglichen Leben. In Form von Kerzen erleuchtete das Bienenwachs wortwörtlich die mittelalterlichen Kirchen, Burgen und Schlösser. Auch als einzig bekanntes Süßungsmittel war der Honig äußerst beliebt und begehrt. Zeidler und Beutner nannte man die gewerbsmäßigen Sammler von Bienenprodukten zu dieser Zeit. Im mittelalterlichen Europa wurde zu Beginn noch Honig von wild lebenden Bienenvölkern im Wald gesammelt und erst im Laufe der Jahrhunderte entwickelten sich transportable Bienenwohnungen. Die sogenannten Klotzbeuten.

Honigbiene

Übergang zur ökonomisch ausgerichteten Imkerei

Die mobilen Bienenbehausungen stellten den Übergang zu einer planmäßigen Imkerei dar. Das Leben der Bienen verschob sich immer näher zum Haus der Menschen. Die mystischen Subjekte aus den fernen Wäldern, von denen Honig zu erbeuten war, wurden zu Objekten, die beobachtet, manipuliert und denen eine künstliche Behausung angeboten werden konnte. Den in den Wäldern wild lebenden Honigbienen wurde nur ein kleiner Teil des Honigs und der Waben entnommen, damit diese den Eingriff überleben konnten.

Doch mit den neuen Haltungs- und Erntemethoden wurde der Tod eines Volkes immer häufiger als Preis für eine größtmögliche Ernte in Kauf genommen. Das imkerliche Verhalten spiegelte eine wachsende Geringschätzung wider und die vorindustrielle Entwicklung veränderte und beschleunigte die nun aufkommende Imkerei.

In den folgenden Jahrzehnten entwickelten sich neue Materialien und Geometrien der Behausungen, angepasst an die Bedürfnisse der Imkerschaft. Durch weitere Erfindungen wie dem Mobilbau, der Honigschleuder, der Wachsmittelwand usw. vereinfachten sich die imkerlichen Tätigkeiten noch weiter zugunsten des*r Imkers*in und die Behausungen entfernten sich immer weiter von den natürlichen Bedürfnissen der Bienen.[3]

Imker arbeitet an einer Beute

Die Imkerei heute

Von den wild lebenden Honigbienen zur…?

Die Honigbiene gab es schon lange vor den Menschen. Mehr als 45 Millionen Jahre lebten sie erfolgreich ohne uns. Wenige tausend Jahre räuberte der Mensch Honig wild lebender Bienenvölker. Und in nur 200 Jahren veränderte der Mensch nicht nur den Lebensraum der Bienen durch Abholzung, verstärkter landwirtschaftlicher Nutzung von Flächen und Entwicklung von Städten sondern holte den Großteil der Bienenpopulation in eine Welt, die von menschlichen Bedürfnissen dominiert wird. In dieser Lebenswelt bestimmt der Mensch für die Bienen über:

  • Den Standort (Klima, Nahrungsangebot, Ausrichtung usw.)
  • Die Bienendichte (Den Abstand zum Nachbarvolk; oft nebeneinander oder übereinander)
  • Die Wohnungsform (Geometrie und Material; meist eckig, dünnwandig und aus verschiedensten, oft künstlichen Materialien)
  • Ihre Wabenstruktur (Mobilbau und Wachsmittelwand wodurch die Rähmchen und Waben vorgegeben werden)
  • Eingriffe des*r Imkers*in (Imker*in entscheidet, welche Teile des Wabenbaus geöffnet, entnommen wird; ob das ganze Volk geteilt wird, ob die Königin ersetzt wird etc.)
  • Das Erbgut (Durch Züchtung, Verhinderung der Schwarmbildung, etc.)[4]

Die Probleme der modernen Imkerei

Die Entwicklung der Haltungsbedingungen in der Imkerei haben sich immer weiter von den Bedürfnissen der Honigbiene zugunsten der imkerlichen Tätigkeiten und der Erntemaximierung entfernt. Heute halten wir Honigbienen als Nutztiere in dünnwandigen, rechteckigen Kisten, die mit der ursprünglichen Baumhöhle als Bienenbehausung nichts mehr zu tun haben. Auch die imkerlichen Manipulationen und Behandlungen setzen den Bienen zu. Eine sehr erschreckende Entwicklung, da wir die selbstständige Überlebensfähigkeit einer systemrelevanten Schlüsselspezies unseres Ökosystems für Bequemlichkeit und hohe Honigerträge riskieren. Die richtigen Veränderungen können sich nur entwickeln, wenn die Probleme auch verstanden werden. Daher beschäftigen wir uns hier zuerst mit den Problemen der Imkerei, bevor wir mögliche Lösungswege besprechen.

Beuten für Honigbienen

Der Imker bekämpft die Nebenwirkungen der eigenen Haltungsform

Infolge der artfremden Lebensbedingungen, welche eine klassische imkerliche Haltung mit sich bringt, sterben zahlreiche Honigbienenvölker bereits nur an den Nebenwirkungen dieser unnatürlichen Haltungsform. Dazu gehören unter anderem:

  • Der Zusammenbruch der Völker im Frühjahr. Die Behausungen zeigen eine starke Bindung an das Außenklima, somit beginnen die Bienen an den ersten warmen Tagen des Jahres mit dem Aufbau des Brutfelds. Bei einer Kaltwetterperiode sinken die Temperaturen im Inneren und somit kann die Brut absterben. Das kostet das Muttervolk so viel Energie, dass die Honigbienen daran verenden können.
  • Die durch erweiterbare Beuten erzeugten unnatürlich großen Bienenvölker (bis zu 50.000 Individuen) verhungern in der Nektarpause im Sommer.
  • Wabenschimmel gehört zu den Phänomenen der unnatürlichen Kistenhaltung. Aufgrund des vielen Kondenswassers und der fehlenden sterilen Stockatmosphäre (Nestduftwärmebindung)[5] können sich die Bienen bei Wabenschimmel mit Pathogenen infizieren. Die Situation wird dadurch verstärkt, dass der*die Imker*in den Honig entnimmt und mit Zuckerwasser ersetzt.
  • Beim Futterabriss sterben die Bienen direkt auf vollen gefrorenen Honigwaben. Das große Volumen, die Geometrie und die verwendeten Materialien der Beuten führen im Winter dazu, dass Vorratswaben abkühlen oder sogar gefrieren.
  • Eine weitere Nebenwirkung ist die Verausgabung. Aufgrund der ungeeigneten Beuten müssen die Bienen immens viel Arbeit und Energie für die Aufrechterhaltung der Kernwärme aufbringen. Standard-Kistenvölker brauchen mehr als 20 Kilogramm Honig als Wintervorrat. Baumhöhlenvölker benötigen im Vergleich nur zwei bis vier Kilogramm.[6]

Die Varroamilbe und die Honigbienen

Wer sich etwas mit Honigbienen beschäftigt, der glaubt zu wissen, dass die selbstständige Überlebensfähigkeit der Honigbienen durch die Varroamilben nicht möglich ist. Honigbienen mit Medikamenten behandeln zu müssen, damit die Honigbienen überhaupt den Varroadruck (Belastung durch die Varroamilbenpopulation) überleben können, ist die gängige Meinung. Diese Aussage stimmt insofern, da in den imkerlichen Beuten unnatürlich hohe Varroamilbenpopulationen entstehen. Solch große Populationen müssen behandelt werden, um das Bienenvolk am Leben erhalten zu können. Dieses unverhältnismäßig große Aufkommen an Varroamilben bildet sich jedoch nur durch die manipulativen Eingriffe und unnatürlichen Lebensbedingungen (Die Schwarmverhinderung, das unnatürlich große Volumen, die Raumerweiterung, die vergrößerte Brutmenge, die Honigentnahme und dem schnelleren Brutumsatz). Es zeigt sich, dass unter artgerechten Lebensbedingungen solch eine Varroabelastung erst gar nicht geben würde. Somit ist auch das beliebte Argument, dass behandlungsfreie oder wild lebende Honigbienen ein Varroa- bzw. Seuchenherd wären falsch.[7][8]

Honiggläser

Menschliche Zucht und Gen-Erosion

Heute liegt der Großteil des vorhanden genetischen Materials der Honigbiene in den Händen der Menschen und somit auch die Zukunft der Spezies. Die Zuchtziele der Imker*innen sind jedoch nicht die eigenständige Überlebensfähigkeit der Honigbiene. Im Fokus der menschlichen Zucht liegen die Reinzuchtlinien der Imkerschaft. Für die „Rasse“ Carnica sind das folgende Zuchtrichtlinien:

„Honigleistung – hoch und ausgeglichen

Sanftmut – sehr sanft bis sanft

Wabensitz – fest bis ruhig

Winterfestigkeit – gut bis mittel

Frühjahresentwicklung. – sehr schnell bis schnell

Volksstärke – sehr stark bis stark

Schwarmtrieb – fehlt bis leicht lenkbar

Hohe Widerstandfähigkeit gegenüber Krankheiten und Parasiten“[9]

Außerdem werden folgende Körpermerkmale beurteilt:

ArbeitsbieneDrohnen
PanzerzeichenPanzerzeichen
HaarlängeHaarfarbe
Filzbinden 
Cubitalindex (feine Linie in der Ästelung der Flügel)Cubitalindex

[10]

Der Mensch durchkreuzt somit die seit Urzeiten funktionierende Selektionsprozesse der natürlichen Fortpflanzung und zerstört damit die daraus hervorgehende Anpassungsfähigkeit der Honigbienen. Da zudem auch der Großteil des Genpools in menschlichen Händen liegt und das Mengenverhältnis der Gene schlussendlich über die unabhängige Überlebensfähigkeit entscheidet, steuern wir auf den Untergang einer der wohl wichtigsten Spezies dieser Erde zu.

Eingriff am Honigbienenvolk

Standards für Tierwohl – auch für Honigbienen

An den international anerkannten Five Freedoms lassen sich Standards für Tierwohl in menschlicher Haltung ableiten, so auch für Honigbienen.[11] Ausgelegt auf die klassischen Betriebsweisen der Imkerei zeigen sie die notwendigen Schritte, wie eine artgerechte Bienenhaltung in menschlicher Obhut erreicht werden kann. In einer klassischen Beute unter imkerlichen Methoden werden diese Five Freedoms wie folgt verletzt:

  1. Freiheit von Hunger, Durst und Fehlernährung
  • Die Bienenvölker erhalten Zuckerwasser, wobei Honig das einzige artgerechte Nahrungsmittel ist.
  • Aufstellen von Beuten in großen monokulturell bewirtschafteten Feldern führt zur Mangelernährung
  1. Freiheit von Unbehagen
  • Die modernen Beuten bringen artfremde Lebensbedingungen mit sich, welche die Biologie und das Verhalten der Bienen wesentlich verändern
  1. Freiheit von Schmerz, Verletzung und Krankheit
  • Die Imker verletzen oder töten die Honigbienen bei imkerlichen Tätigkeiten
  • Die unnatürliche Behausung fördert Bienenkrankheiten
  • Die unnatürlich große Population an Varroamilben
  • Medikamente oder Säuren, die zur Varroabehandlung verwendet werden
  • Manipulation am Brutfeld, Schwarmzellen und Drohnenbrut
  1. Freiheit von Angst und Leiden
  • Dauernotstand, da die Beute immer wieder erweitert wird und daher keine Vorratssicherheit entsteht
  • Manipulative Eingriffe der Imker
  • Die verwendeten Säuren verätzen die Bienen
  1. Freiheit zum Ausleben normalen Verhaltens
  • Natürliche Verhaltensweisen können aufgrund mehrerer Faktoren in imkerlicher Haltung nicht voll ausgelebt werden (z.B. Grooming, Schwärmen usw.)[12]

Durch die Five Freedoms und die Tabelle Gegenüberstellung der Vor- und Nachteile der Bienenbehausungen (Siehe Tabelle 1) sehen wir, welche schwächen das bestehende System in Bezug auf das Bienenwohl hat. Außerdem zeigt es die notwendigen Bereiche, die verändert werden müssen.

Honigbienen bestäuben Lavendel

Ist die konventionelle Imkerei nun artgerecht?

Wie du durch die oben angeführten Punkte sehen kannst, kann in der modernen Imkerei nicht von artgerechter Bienenhaltung gesprochen werden. Viele der Probleme, denen sich die Imkerschaft stellt, sind hausgemacht. Die Honigbienen werden als unnatürlich große Völker in physikalisch ungeeigneten Behausungen als chemieabhängige Dauerpatienten gehalten. Sie werden ihrer Fortpflanzung beraubt, sind von Bakterien und Viren geschwächt, konfrontiert mit einer Überzahl an Varroa und mit Chemie verätzt. Ihr Lebenselixier wird ihnen geraubt und mit Zuckerwasser ersetzt. Die Standard-Imkerei ist eine medikametengestützte Massentierhaltung und kann nicht als artgerechter Haltung bezeichnet werden.

Die Imkerei beschäftigt sich historisch, wie heute mit der Ausbeutung der bienischen Arbeitskraft zur Produktgewinnung. Sie war nie dazu ausgelegt die Spezies Honigbiene für die kommenden Generationen zu erhalten. Bis vor ein paar Jahrzehnten war das aus evolutionärer Sicht auch kein Problem, da der Großteil des Genpools in freier Wildbahn lebte und sich selbst überlassen war. Die Imkerschaft manipulierte und züchtete wenige Völker, die das Überleben der gesamten Spezies nicht gefährdeten. Heute hat sich der Spieß umgedreht, da der Großteil des Genpools in menschlicher Obhut liegt.

Ich möchte nicht verallgemeinernd alle Imker der Massentierhaltung und Tierquälerei bezichtigen. Ich bin davon überzeugt, dass der Großteil der Imker*innen verantwortungsvoll mit ihren Bienen umgeht und ihr Bestmögliches gibt. Jedoch streicht sich die Imkerei den Artenschutz auf ihre Flagge, ihre Haltungsform richtet sich jedoch ausschließlich an ökonomischen Zielen aus. Viele Menschen, die sich den Bienen zugewendet haben, taten dies aus Artenschutzgründen. Diese Menschen sind jedoch durch ein Ausbildungssystem gegangen, welche sie vor eine Alternativlosigkeit stellt und keine anderen Möglichkeiten zulässt.

Jeder Schritt zu einer wesensgemäßeren[13] Haltung ist lobenswert, doch um die Lebensbedingungen der Bienen wirklich zu verbessern, reicht es nicht, die bestehenden Beutesysteme zu verbessern (z. B. bessere Isolierung, usw.). Schon der Begriff der „Beute“ ist fehlleitend, denn der Begriff impliziert bereits das Ausbeuten. Von artgerecht gehaltenen Bienen werden keine Bienenprodukte erbeutet. Wenn der Wunsch nach einer artgerechten Haltungsform da ist, brauchen wir komplett neue Haltungsformen und am besten nehmen wir uns ein Beispiel an der ursprünglichen Behausung der Bienen, der Baumhöhle.

Beute vs Baumhöhle

Um die Vorteile, die eine Baumhöhle im Vergleich zu einer Beute mit sich bringt, gut veranschaulichen zu können, werde ich die Gegenüberstellung der Vor- und Nachteile der Behausungen aus dem Buch „Evolution der Bienenhaltung, Artenschutz für Honigbienen“ von Torben Schiffer vorstellen.[14]

Klicke den Button um die Tabelle ein- und auszufahren.

Beute Auswirkungen Baumhöhle / Schiffer Tree Auswirkungen
dünnwandig · Wärmeverlust, keine Temperaturspeicherfähigkeit
· Verursacht instabiles Klima
· Steigert den Grundumsatz, somit auch den Brutumsatz und die Varroamilbenpopulation
· Bindet Arbeitskapazität zu Lasten natürlicher Verhaltensweisen
· Notfütterungen nötig
· Behindert Ansiedlung natürlicher Mikrofauna. Keine Nestduftwärme- bindung möglich
dickwandig · Energiesparend, temperatur-speichernd, klimastabil · Millionen von Arbeitsstunden werden für natürliche Verhaltensweisen (z.B. Grooming) frei
· Weniger Brut und somit weniger Varroa
· Beste klimatische Bedingungen für die natürliche Mikrofauna. Begünstig Nestduftwärme-bindung
Großvolumig und erweiterbar · I. d. R. > 100 Liter Volumen = Selektionfaktor: Bienen überleben in großen Volumina schlechter
· Wärme strömt in die gesamte Geometrie ab und geht für die Bienen größtenteils verloren
· Verursacht instabiles Klima
· Steigert den Grundumsatz somit auch den Brutumsatz und die Varroamilbenpopulation
· Führt zur Erschöpfung der Königin
· Bindet Arbeitskapazität zu Lasten natürlicher Verhaltensweisen
· Notfütterung erforderlich
· Raumerweiterungen manipulieren das Bienenverhalten. Überlebenswichtige Verhaltensweisen werden durch nicht vorhandene Vorratssicherheit nicht oder kaum ausgeführt.
· Kompensationsverhalten statt natürlicher Verhaltensweisen
· Keine Nestduftwärmebindung möglich
Kleinvolumig und nicht erweiterbar · Volumen 31 – 36 Liter
· Konzentration der Wärme auf kleinem Raum senkt Grundumsatz, erwärmt auch die Vorratswaben und begünstigt eine wetterunabhängige Klimastabilität.
· Lebenszeit der Bienen und der Königin (vier bis sechs Jahre) verlängert sich
· Keine Raumerweiterung, dadurch Brutnestverdrängung und Verkleinerung zu Gunsten des Eintrags (Minimierung der Varroamilbenproduktion)
· Auslöser für natürliche Verhaltensweisen, z. B. Grooming, Washboarding, Larvenhygiene, Steigerung der Abwehr gegen Schädlinge im Allgemeinen (z. B. Wachsmotte)
· Begünstigt das Schwärmen und führt somit zu einer deutlichen Reduktion der Varroamilben im Volk
· Begünstigt die Nestduftwärmebindung
eckig · Kältebrücken, unregelmäßige Wärmeverteilung in derselben Ebene der Beuten, Kondensation und Schimmel, Infektion der Bienen
· Einfrieren der Waben im Winter
· Verlust des äußeren Immunsystems – der „Nestduftwärmebindung“
· Dadurch höhere immunologische Aktivität, kürzere Lebensdauer, höhere Anfälligkeit für Krankheiten, Amerikanische / Europäische Faulbrut, Nosema
zylindrisch · Gleichmäßige Wärmeverteilung und Nestduftwärmebindung, kein Vorratswabenschimmel möglich
· Keine Entstehnung, Verbreitung oder Infektion der Bienen mit zahlreichen Pathogenen, die nur der Kistenhaltung entsprechende Krankheiten auslösen (z. B. Faulbrut)
· Äußeres Immunsystem intakt, weniger Immunaktivität, längere Lebenszeit, resistenter gegen Keime insgesamt (auch diejenigen, die durch die Varroamilben übertragen werden)
· Optimaler Wärmeerhalt, kaum Luftaustausch, bis zu zehnfacher Reduktion des Grundumsatzes
· Geringere Sammelaktivität, längere Lebensdauer der Einzelbienen, weniger Brutumsatz, weniger Varroamilbenproduktion
· Antibiotischer Wasserkreislauf
Deckel und Boden · Leichtbaudeckel: keine Temperatur- oder Wasserspeicherkapazität, dadurch unstabiles Klima
· Meist geringe Dämmung führt zum Energieverlust und steigert das Kompensationsverhalten
· Dampfdichte Folien sorgen für eine Übersättigung der Luft mit Feuchtigkeit, begünstigen die Bildung von Krankheitskeimen (Schimmel & Bakterienbildung)
· Gitterböden verhindern die Ansammlung von organischem Material, die Grundlage für eine Mikrofauna
· Verursachen einen erheblichen Wärmeverlust (Steigerung des Grundumsatzes)
· In Bodennähe aufgestellt, gelangen Bodenfeuchte und eine Vielzahl an pathogener Keime in den Stock
· Keine Nestduftwärmebindung möglich
Massive Stirnholz-klötze · Faserrichtung wie in der Baumhöhle zum Innenraum offen. Speicherung von Temperatur und Feuchtigkeit
· Aufbau und Erhalt des äußeren Immunsystems durch das grünliche Propolisieren der offenen Fasern mit entsprechenden Effekten auf die Bienengesundheit
· Begünstigt Nestduftwärmebindung
Wabenbau: Rähmchen und Wachsplatten · Rähmchen und vorgeprägte Wachsplatten: Wärmeenergie verteilt sich in der Behausung, geht für die Bienen größtenteils verloren (Beespace)
· Steigerung des Grundumsatzes und des instabilen Innenklimas mit allen bereits genannten negativen Auswirkungen
· Unnatürliche einheitliche Körpergröße (5,4 mm)
· Unnatürliche Unterbrechung der taktilen Kommunikation (Vibrationen) in die Felder der Rähmchen; Völker reagieren nicht einheitlich und mit großer Verzögerung
· Keine Nestduftwärmebindung
Naturwabenbau · Fest an die Höhlendecke und oberen Seitenwände angebaute, in der Größe variierende Waben mit unterschiedliche Zellgrößen
· Unterschiedliche große Bienen innerhalb eines Volkes
· Jede Wabenkammer bildet einen geschlossenen Raum, in dem die warme Luft „festgehalten“ wird
· Keine Vorgabe der Baurichtung, nur Holzkreuze zur Stabilisierung
· Begünstigt die Nestduftwärmebindung
· Bienen reagieren als Einheit durch barrierefreie Kommunikation
Glatte Oberfläche (Seitenwände) · Propolisierung unterbleibt, das äußere Immunsystem fehlt: keine Nestduftwärmebindung
Aufgeraute Oberfläche · Gründliche Propolisierung als Grundlage für die Nestduftwärmebindung
Materialien: Metall, Plastik, Klebstoffe, Styropor, Lacke · Schrauben: Metall (Wärmeleiter / Kältebrücken, Kondensation)
· Styropor: giftige Treibmittel wie Pentan, isoliert, jedoch nicht klimastabil
· Klebstoffe: giftige Lösungsmittel (z.T. Formaldehyd bei Verleimungen)
· Holz: Masse aus gering für eine ausreichende Klimastabilität. Kein Stirnholz
· Plastik: Bisphenol A (BPA)
· Lösungsmittel
· Aluminiumgitter im Boden: Wärmeverlust, Gemüllverlust, Einflüsse des Bodens auf den Innenraum (Bodenfeuchte / Destruenten)
· Plastikfolien: Übersättigung der Luft mit Feuchtigkeit, Tropfwassser, Wabenschimmel
Materialien: Massivholz und Edelstahl (SchifferTree) · Hervorragende Isolierung und Klimastabilität
· Stirnholz: Offene Holzkanäle absorbieren Feuchtigkeit
· Holzmasse speichert die Außentemperatur
· Keine Schrauben im Holz und somit keine Kältebrücken durch Wärmeleiter
· Begünstigt die Nestduftwärmebindung
· Keine Klebstoffe, keine Lösungsmittel
· Edelstahl: nicht magnetisch, keine Störung der Bienen durch elektromagnetische Wellenstrahlung, Rostfrei
· Zwischen Holz und Edelstahl befindet sich die Korkdichtung zum Ausgleich der Holzkontraktion und -expansion. Gleichzeitiger Schutz gegen Holzkorrosion
Flugloch schlitzförmig ³ 80 cm2 · Hoher Wärmeverlust
· Schlecht zu verteidigen (da zu lang)
· Flugbetrieb gestört (ankommenden Bienen müssen landen und hineinkrabbeln)
· Behindert die Nestduftwärmebindung
Flugloch rund ≤ 20 cm2
· Geringer Wärmeverlust
· Gut zu verteidigen
· Störungsfreier Flugbetrieb (ankommende Bienen fliegen meist direkt hinein, startende Bienen krabbeln am Rand bis zur Kante und starten)
· Begünstigt Nestduftwärmebindung
Mikrofauna · Keine natürliche Mikrofauna durch den Gitterboden, das fehlende Gemüll und die klimatischen Verhältnisse möglich
· Chemikalien zur Bekämpfung von Varroamilben töten auch die Mikrofauna
Mikrofauna · Ausgeprägte Mikrofauna mit zahlreichen Organismen, darunter auch der Bücherskorpion
· Keine Chemikalien notwendig
Schwarm-verhinderung · Exponentielle Varroaentwicklung, die ab dem Spätsommer letales Maß erreicht und behandlungsbedürftig ist
Schwärme · Großer Abtrag von Varroamilben und zweimonatige Reproduktionspause; bis zu 70 Prozent weniger Varroa (im Spätsommer) als vor dem Schwarmabgang
Standort Wiese / Freiflächen · Nicht artgerecht! Allen Wettersituationen ausgesetzt (Wind, Sonne, Niederschläge)
· Steigerung der instabilen innenklimatischen Verhältnisse; ständiges Kompensieren des Innenklimas durch die Bienen, Steigerung des Grundumsatzes
· Bindung der Arbeitskapazität zu Lasten natürlicher Verhaltensweisen
· Behindert die Nestduftwärmebindung
Standort geschützt unter einem Baum
Optimal: aufgehängt (in drei bis fünf Metern Höhe) oder hochgestellt (mindestens ein Meter)
· Vor den Unbilden des Wetters geschützt: kein Einfluss von Wind, Sonne,Niederschläge
· Stabilisierung des ohnehin stabilen Innenklimas durch geringere äußere Schwankung
· Begünstigt Nestduftwärmebindung
Interventionen / Manipulationen / Biologie · Ständige Manipulationen, dadurch Kompensationsverhalten und Unterdrückung natürlicher Verhaltensweisen
· Generieren einer massiven, behandlungsbedürftigen Varroamilbenpopulation
· Behindert die Nestduftwärmebindung
Keinerlei manipulative Eingriffe · Kein Öffnen!
· Millionen von Stunden werden für natürliche Verhaltensweisen genutzt, die in der Imkerei nur in Grundumsatz und Ertrag fließen
· Begünstigt Nestduftwärmebindung
Menschliche Selektion / Kistenselektion · Alle Bienenvölker werden mithilfe von Chemikalien oder durch physikalische Manipulation (z.B. Brutentnahme) am Leben gehalten
· Viele überleben die Behandliungen oder die Bedingungen in der Kiste nicht. Gen-Erosion! Eine natürliche Anpassung wird aktiv verhindert
· Zucht und Selektion: Vom Menschen gewünschte Verhaltensweisen werden Bienen gezielt angezüchtet oder durch künstliche Besamung generiert
· Natürliche Verhaltensweisen fallen dem zu Opfer
· Bienen verlieren ihre vom Menschen unabhängige Überlebensfähigkeit
Natürliche Selektion · Anpassung und Weiterentwicklung auf Grundlage der natürlichen Selektion
· Erzeugt nachweislich varroaresistente und an die jeweiligen örtlichen Situationen angepasste Bienenvölker
· Einziger Weg, die Spezies dauerhaft und somit für nachfolgende Generationen zu erhalten

Artenschutzprogramm für die Honigbienen

Was ist artgerechte Honigbienenhaltung?

Vorerst sollten wir das Wort „artgerecht“ definieren, um schlussfolgern zu können, welche Schritte umgesetzt werden müssen. Definiert werden kann es wie folgt: „Artgerecht sind allein die Bedingungen, in die sich eine Spezies im Laufe ihrer gesamten Evolution entwickelt hat.“

Artgerechte Honigbienenhaltung ist eine ganzheitlich naturorientierte Haltungsform, welche sämtliche Eingriffe ausdrücklich ausklammert. Es geht ausschließlich darum, den Honigbienen ein naturorientiertes Habitat (Baumhöhle oder Baumhöhlensimulation) inklusive der abiotischen[15] (z. B. Wärmehaushalt, Nestduftwärmebindung) und der spezifischen biotischen[16] (z. B. Umgebende Mikrofauna) Faktoren zur Verfügung zu stellen, welche den artspezifischen Bedürfnissen der Honigbienen entspricht. Ziel ist, den Honigbienen eine unabhängige Überlebensfähigkeit zu ermöglichen.[17]

Dabei handelt es sich um ein Artenschutzprogramm, welches darauf abzielt, den beeinträchtigten Genpool der Honigbiene für nachkommende Generationen zu stabilisieren und zu erhalten. Aus nachhaltiger Perspektive verlieren alle wirtschaftlichen Interessen an Bedeutung, denn es handelt sich bei der Honigbiene um eine systemrelevante Schlüsselspezies, die maßgeblich unser Ökosystem in dem und von dem wir leben, durch ihre Bestäubungsleistung der Kultur- und Wildpflanzen aufrechterhält. Die ökologische Unverzichtbarkeit des Erhalts dieser Spezies kommt die größtmögliche Bedeutung zu.

Wie intensiv arbeite ich mit meinen Bienen? (Tabelle 2) [18]

Auf dem Weg zu einer artgerechten Honigbienenhaltung

Neben dem nötigen Wissen, welche Schritte gesetzt werden müssen, braucht es vor allem Menschen, die bereit sind, Honigbienen aus Liebe zu dem Insekt selbst zu halten. Ich denke, dass es den meisten angehenden Neuimkern*innen nicht um den größtmöglichen Ertrag geht. Die meisten Menschen beginnen mit dem Imkern, weil sie den Bienen und der Natur etwas Gutes tun wollen. Sie wollen den Honigbienen helfen. Doch in den konventionellen Imkerausbildungen lernen sie überwiegend die Kriterien der wirtschaftlichen Nutzung kennen.

Menschen, die aus idealistischen Gründen sich den Honigbienen zuwenden, werden unweigerlich durch die alternativlosen Ausbildungen zu Standard-Imkern. Sie verfehlen mit dem erlernten Wissen den Grund, weshalb sie sich erst den Bienen zugewendet haben. Die Ideale gehen verloren und der Artenschutz bleibt auf der Strecke. Um das bestehende Haltungssystem zu verändern, braucht es eine Ausbildungs-Wahlfreiheit. Jeder sollte selbst entscheiden können, ob er oder sie die Honigbienen wirtschaftlich nutzen will oder die Spezies ihrer selbst wegen schützen möchten. Beide Wege sind für sich legitim, doch es sollte auch klar dazwischen getrennt werden, denn imkerliche Bienenhaltung ist nicht artgerecht!

Auch mir ging es so. Ich habe eine klassische imkerliche Ausbildung besucht, habe jedoch durch alternative Informationsquellen, die mir mehr Hoffnung gaben, diese abgebrochen und mich mit artgerechter Honigbienenhaltung beschäftigt. Ich möchte Artenschutz betreiben.

„Gute Entscheidungen können nur auf der Grundlage von ebenso guten Informationen getroffen werden – und diese sind derzeit genauso wenig verbreitet wie eine signifikante Wahlfreiheit der Haltungsform“ – Torben Schiffer

Artenschutz Umsetzen

Eine starke treibende Kraft, die für Erhalt der Honigbiene einsteht, ist der Biologe Torben Schiffer mit seinem Verein BeeNature Poject. Er erforscht als wissenschaftlicher Mitarbeiter und Teammitglied von HOBOS (Honey Bee Online Studies) der Universität Würzburg wild lebende Bienenvölker in Baumhöhlen. Herr Schiffer übt heftige Kritik an den Betriebsweisen der Imkerei aus und ist auf der Suche nach neuen Ansätzen. Er ist zwar nicht der Einzige, der sich für diese Insekten stark macht, jedoch die Persönlichkeit, die mir eine Alternative aufgezeigt hat. Dieser Artikel entstand aus Inspiration und Dankbarkeit für die Arbeit von Herrn Schiffer. (Weiterführende Informationen findest du am Ende des Artikels)

Bildquelle: Torben Schiffer; Artgerechte-bienenhaltung.de

Eine Alternative, die Baumhöhlensimulation

Herr Schiffer ist der Entwickler der ersten Baumhöhlensimulation. Auf der Suche nach einer Alternative zu den stark dezimierten, natürlich vorkommenden Baumhöhlen entwickelte er den SchifferTree. Die erste künstliche Bienenbehausung, welche die natürlichen Eigenschaften einer Baumhöhle vorweist. Alle Daten und Erkenntnisse aus der Baumhöhlen- und Beutenforschung flossen in die Entwicklung des SchifferTrees ein, um eine möglichst natürliche Behausung für bedrohte Baumhöhlenbewohner zu entwickeln. Es entstand die weltweit erste Baumhöhlensimulation, die heute nun ein „Open Source Projekt“ ist.

Bildquelle: Torben Schiffer; Beenature Project – Zurück zur Natur!

NACHTRAG Ausbildung artgerechte Bienenhaltung

Die weltweit erste Kursreihe zum Thema artgerechte Bienenhaltung wird ab März 2021 abgehalten. Die Inhalte werden Teils Online als auch Vorort in Hamburg abgehalten. Hier findest du weitere Informationen!

Jeder kann den Honigbienen helfen!

Laut dem Entwickler wurden mit dem SchifferTree alle bekannten Schwächen der Beuten beseitigt (Siehe Tabelle 1). Da es noch ein sehr junges Projekt ist, wird die Zeit und Praxiserfahrung zeigen, ob sich der SchifferTree als wahre Alternative zu natürlichen Baumhöhlen herausstellt. Doch für jede*n Interessierte*n empfehle ich für weitere Informationen zum SchifferTree und für tieferes Verständnis der Thematik das Buch des Entwicklers mit dem Titel “Evolution der Bienenhaltung Artenschutz für Honigbienen” von Torben Schiffer, 2020 im Ulmer Verlag erschienen oder die Webseite des BeeNature Project. Im Jahr 2021 werde ich mein ersten Erfahrungen mit dem SchifferTree starten und werde euch von meinen Erkentnissen berichten.

Weiterführende Informationen

Das Thema Honigbienenhaltung ist äußerst komplex und ich habe die Themenbereiche nur angeschnitten. Ausführlicher darauf einzugehen würde jedoch den Rahmen sprengen und außerdem bin ich kein Experte. Somit verweise ich auf die Quellen, aus welchen ich mein Wissen bezogen habe:

Webseiten

Bücher

Quellen:

[1] Länderinstitut für Bienenkunde, Geschichte der Bienen

[2]Wikipedia, Imkerei im Altertum

[3] Wikipedia, Imkerei in der Neuzeit

[4] Manfred Schmitz, Aufbruch in eine neue Bienenhaltung; Eugen Ulmer KG, 2020, Seite 33-35

[5] Nestduftwärmebindung nennt man die sterile Stockatmosphäre. Sie zeichnet sich durch die keimfreiheit, die passende Luftfeuchtigkeit als auch Temperatur aus.

[6] Torben Schiffer, Evolution der Bienenhaltung, Ulmer Verlag, 2020; Seite 85-88

[7] Torben Schiffer, Evolution der Bienenhaltung, Ulmer Verlag, 2020; Seite 186

[8] Sigrun Mittl, Varroa-resistente und gesunde Honigbienen – Plädoyer und Argumente für eine artgerechte Honigbienenhaltung und -zucht, 2017

[9]Deutscher Imkerbund Zuchtrichtlinien Zuchtlinie Carnica

[10]Deutscher Imkerbund Zuchtrichtlinien Zuchtlinie Carnica

[11] Welttierschutz.org Five Freedoms

[12] Torben Schiffer, Evolution der Bienenhaltung, Ulmer Verlag, 2020; Seite 203-204

[13] Ich verwende bewusst den Begriff „Wesensgemäß“, da nur eine Form der Bienenhaltung tatsächlich artgerecht ist, und zwar die in der die Bienen sich selbst überlassen in einer Baumhöhle oder Baumhöhlensimulation leben.

[14] Torben Schiffer, Evolution der Bienenhaltung, Ulmer Verlag, 2020; Seite 179-181

[15]Als abiotische Umweltfaktoren werden alle Umweltfaktoren zusammengefasst, an denen Lebewesen nicht erkennbar beteiligt sind.

[16] Als biotische Umweltfaktoren werden alle Umweltfaktoren zusammengefasst, an denen Lebewesen erkennbar beteiligt sind.

[17] Torben Schiffer, Evolution der Bienenhaltung, Ulmer Verlag, 2020; Seite 136

[18] Free the Bees